Bad Hersfeld
Meine Geburtsstadt
Wappen von Bad Hersfeld
BAD HERSFELD

Die Lullusstadt

Urkundlich beginnt die Geschichte im Jahre 736 nach Christus, als der Bonifatiusschüler Sturmius

einige Holzhütten baute, um als Einsiedler in der Wildnis zu leben. Nur drei Jahrzehnte später

begann Lullus, der Nachfolger von Bonifatius als Erzbischof von Mainz, mit dem Bau

des Klosters Hersfeld und legte damit den Grundstein für die Entwicklung der Stadt und eines

kirchlichen Imperiums, der Reichsabtei Hersfeld, gefördert durch Karl den Großen.

Als Lullus im Jahre 786 starb, wurde er in der von ihm erbauten Stiftskirche beigesetzt.

Die Hersfelder haben ihrem Schutzpatron auf dem Rathausplatz ein Denkmal gesetzt.

Von diesem Sockel blickt er hinab auf eine alte und moderne Stadt mit etwa 30 000 Einwohnern, in der

sich Geschichte und Gegenwart überall begegnen und den einzigartigen Reiz Bad Hersfelds prägen.

Das Rathaus, ein Kleinod der Renaissance, steht mitten im modernen Einkaufszentrum.

Der wuchtige Kirchturm der gotischen Stadtkirche, dessen Spitze einem Brand im Jahre 1760

zum Opfer fiel, gilt als Wahrzeichen der Stadt. Das Stadthaus zwischen Klausturm und Pulverturm

ist sichtbares Zeichen einer gelungenen Symbiose alter und neuer Bauart.

Das Kloster wurde im Jahre 831 bis 850 durch Abt Bun erbaut. Kaiser und Könige gingen in diesem

bedeutenden Kloster ein und aus. Benediktiner berieten die Herrscher und bestimmten auf diesem

Weg die Politik. Luther machte 1521 in Bad Hersfeld Station und predigte am 1. Mai in der Stiftskirche.

Zwei Jahre später wurde die Stadt endgültig protestantisch. 1761 vernichtete die zurückweichende

Franzosenarmee ihre in der Stiftskirche gestapelten Vorräte. Eine der größten sakralen Hallenbauten

Deutschlands wurde ein Raub der Flammen. Im kleineren Turm der Stiftsruine hängt Deutschlands

älteste Glocke, die Lullusglocke. Die 1000 Kilogramm schwere Glocke wurde im Jahre 1038 gegossen.

Sie wird nur zum Auftakt des Lullusfestes und zu hohen kirchlichen Feiertagen geläutet.

Ein halbes Jahrhundert danach (1807) drohte Hersfeld abermals der Untergang. Ein italienischer Soldat,

Angehöriger der napoleonischen Besatzungstruppe in Hessen war während eines Streites mit den

Bürgern erschossen worden, seine Kameraden hatte man aus der Stadt gejagt. Kaiser Napoleon befahl,

das aufsässige Hersfeld zur Strafe zu plündern und an allen vier Ecken anzuzünden.

Es war der Mannesmut des badischen Oberstleutnants Lingg, der den Befehl zunichtemachte.

Mit stillschweigender Duldung seiner französischen Vorgesetzten führte er die kaiserliche Anordnung

wörtlich aus und gab dabei lediglich vier einzeln stehende Häuser der Vernichtung preis.

Seit 1951 ist die Ruine Aufführungsort der Bad Hersfelder Festspiele mit Schauspiel/Oper und Konzerten.

Theater- und Musikliebhaber sind immer wieder begeistert von dem hohen Niveau der Aufführungen.

Im Juni, Juli und August wird die Stadt geprägt durch Schauspiel, Musical, Oper und Konzerte.

Große Schauspieler, Sänger und Orchester zeigen auf der riesigen Bretterbühne ihr Können.

Die Ruine spielt mit. Ihre gewaltigen romanischen Bögen, die imponierenden Mauern schaffen eine

einzigartige Atmosphäre. In der europäischen Kulturszene gehört Bad Hersfeld zu den herausragenden

Spielstätten. Bei Regen werden die Zuschauer durch einen 1600 m² großen Regenschirm geschützt.

Darüber hinaus bietet Bad Hersfeld noch viele andere Veranstaltungen, die Sie begeistern werden.

Das JAZZFESTIVAL, am 1. Samstag im Juni zählt zu den herausragenden Musikerlebnissen der Region.

An den Erlebnissamstagen können Sie unter vielen anderen Festen auch das MÜCKENSTÜRMERFEST

in der Fußgängerzone erleben. Besuchen Sie einen der vielen KRAMMÄRKTE in Bad Hersfeld

oder erleben Sie das WEINFEST im Kurpark. Besondere Stimmung verbreitet der WEIHNACHTSMARKT

mit seinen 30 000 Lichtern auf dem historischen Linggplatz.

Bad Hersfeld ist geschichtsbewusst und stolz auf seine Geschichte. Die gut erhaltenen Stadtmauern,

die gotische Kirche, die mittelalterlichen Fachwerkhäuser und das historische Rathaus mit den

Renaissancegiebeln sind Zeugen einer großen Vergangenheit und prägen zusammen mit den Bauten

des neuen modernen Bad Hersfeld ein Stadtbild von seltener Harmonie.

Bad Hersfeld - eine lebendige Stadt ohne Hektik. Eine gastfreundliche Stadt, ohne aufdringlich zu sein.

Sie ist einfach unvergleichlich. Eine Stadt, in der man angenehm leben, arbeiten und sich erholen kann.

Die Stadt Bad Hersfeld erhielt 1963 die Anerkennung als Staatsbad. Idyllisch gelegen im Tal der Fulda,

ausgestattet mit einem milden Reizklima, bietet sie alle Vorzüge für eine erfolgreiche Kur.

Die Heilquellen Lullus- und Vitalisbrunnen begründen den Ruf als Heilbad für Leber-, Galle-,

Magen- und Darmerkrankungen. Spezialkliniken für Stoffwechselleiden, psychosomatische Erkrankungen

und für Suchtgeschädigte vervollständigen das Therapieangebot.

Ein breites Kurmittelangebot steht dem Kurgast und auch ambulanten Patienten zur Verfügung.

Dazu zählen die klassischen Therapien wie Trinkkur und Badekur mit den eigenen Mineral- und

Solebrunnen sowie die moderne Unterwasserbewegungstherapie in einem Spezialbecken für

Einzelbehandlungen, selbstverständlich auch Fango, Massage, Sauna, Bestrahlung, Krankengymnastik

und Kneippanwendung. Eine Besonderheit ist die für jedermann zugängliche "Römertherme".

Sie wird vom gegenüberliegenden Kurmittelhaus mit Sole gespeist und hilft dem Gast, seine

körperliche Beweglichkeit zu erhalten oder zu regenerieren. Die Wärme und Zusammensetzung des

Mineralwassers, die Verringerung des Körpergewichts durch die starke Auftriebskraft und der

hydrostatische Bewegungsdruck zeigen auch hier ihre erstaunliche Wirkung.

Die Festspielstadt Bad Hersfeld ist weit über die Grenzen unseres Landes bekannt. Es ist nicht nur

die Qualität des Theaters, sondern insbesondere die Aufführungsstätte, die Stiftsruine, die den

Bad Hersfelder Festspielen ihren Ruf als eine der führenden deutschsprachigen Schauspielbühnen

eingebracht hat. Die romantische Kirchenruine ist keine Freilichtbühne im üblichen Sinne, sie ist

ein in ihrer Wirkung einmaliger Großraum mit basilikalem Grundriss ohne Dach. Vor schlechtem Wetter

braucht sich der Festspielbesucher nicht zu fürchten, bei Regen wird ein flexibles Dach über dem

Zuschauerraum ausgefahren. Die alljährlich im Anschluss an die Festspiele aufgeführten Opern sowie

die Festspielkonzerte des Arbeitskreises für Musik runden das kulturelle Angebot zur Sommerzeit ab.

Bad Hersfeld, das Ferienziel bietet dem ruhebedürftigen und dem aktiven Gast gleichermaßen ein

maßgeschneidertes Programm. Das Wandern durch die herrlichen Wälder der Umgebung zu

interessanten Ausflugszielen begeistern jeden Naturfreund. Zahlreiche Einrichtungen laden ein zu Sport,

Spiel und Unterhaltung. Die Fußgängerzone verwandelt sich jeden ersten Samstag im Monat

in ein großes Aktionszentrum mit Musik, Tanz und Vorführungen. Wer einen Einkaufsbummel vorzieht,

wird von dem attraktiven Angebot der Bad Hersfelder Geschäfte, Kaufhäuser und Boutiquen

angenehm überrascht sein. Straßencafés und eine leistungsfähige Gastronomie laden während des

Spazierganges durch eine der schönsten Fußgängerzonen Hessens zum Verweilen ein.

Ab April 2005 hat die Stadt eine neue Attraktion zu bieten. Dort wo einst das City-Kaufhaus stand,

entstand durch Neu- und Umbau eine sehr schön gestaltete CITY GALERIE mit vielen kleinen Geschäften.

Die Fußgängerzone um die Galerie wurde komplett neu gestaltet. Auch ein Parkhaus wurde errichtet.

Das Reiseziel Bad Hersfeld liegt mitten in Deutschland an den Hauptverkehrsstrecken

Hamburg-München, Frankfurt-Berlin und ist von allen Orten der Bundesrepublik leicht erreichbar.

Das Angebot an Hotels und kleineren Beherbergungsbetrieben ist vielseitig.

Die Gastronomie verwöhnt ihre Gäste mit internationaler Küche und typisch Hersfelder Spezialitäten.

Insgesamt gibt es in Bad Hersfeld ungefähr 1600 Gästebetten.

Das Lullusfest

Bilder von Bad Hersfeld

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