Das Formel-1-Reglement
Logo der FIA

Die FIA ist der internationale Dachverband des Automobils und der Autofahrer.

Gegründet am 20. Juni 1904 als "Association Internationale des Automobile Clubs Reconnus" (AIACR).

Dieser Name bestand bis in das Jahr 1946. Danach wurde die AIACR in die heutige FIA umbenannt.

Das Ziel der Vereinigung ist die Förderung des Automobilsports und des internationalen Kraftverkehrs.

Sie überwacht durch ihr weltweites Regelwerk und Sportgesetz (ISG) alle Aktivitäten im Motorsport.

Die FIA hat ihren Sitz am Place de la Concorde in Paris. Die Verwaltung befindet sich in Genf.

Die AIACR / FIA-Präsidenten:

1904 bis 1931

Baron Etienne de Zuylen (Belgien)

1931 bis 1936

Graf Robert de Vogüé (Frankreich)

1936 bis 1958

Jehan de Rohan-Chabot (Frankreich)

1958 bis 1963

Graf Hadelin de Liedekerke Beaufort (Niederlande)

1963 bis 1965

Prinz Filippo Caracciolo di Castagneto (Italien)

1965 bis 1971

Wilfrid Andrews (Großbritannien)

1971 bis 1975

Prinz Amaury de Merode (Belgien)

1975 bis 1986

Prinz Paul Alfons Fürst von Metternich-Winneburg (Deutschland)

1986 bis 1993

Jean-Marie Balestre (Frankreich)

1993 bis 2009

Max Mosley (Großbritannien)

2009 bis heute

Jean Todt (Frankreich)

Seit 1950 wird alljährlich eine Formel-1-Weltmeisterschaft ausgetragen.

Die Rennwagen müssen nach immer strengeren Vorgaben und Richtlinien der FIA gebaut werden.

Fast jedes Jahr ändert sich das Reglement. Die Sicherheit steht aber immer an erster Stelle.

Hier sind die wichtigsten Regeländerungen:

1950 und 1951

Eine Renndistanz muss mindestens 300 Kilometer betragen. Die maximale Fahrzeit von drei Stunden

darf nicht überschritten werden. Hubraum: 1500 cm3 mit Kompressor oder 4500 cm3 mit Saugmotor.

Der italienische Reifenhersteller Pirelli liefert für einige Rennställe die Reifen (1950 bis 1991).

Keine Gewichtsvorschrift für das Auto. Das Punktesystem für die ersten fünf Fahrer: 8-6-4-3-2.

Einen Zusatzpunkt gibt es für die schnellste Rennrunde (das System galt bis 1959).

1952 und 1953

In den beiden Jahren wurde die Weltmeisterschaft nach dem Formel-2-Reglement ausgetragen.

Hubraum: 500 cm3 mit Kompressor oder 2000 cm3 mit Saugmotor (es tauchen nur Saugmotoren auf).

Keine Gewichtsvorschrift für das Auto. Sturzhelme sind erstmals vorgeschrieben.

1954 bis 1957

Hubraum: 750 cm3 mit Kompressor oder 2500 cm3 mit Saugmotor (es tauchen nur Saugmotoren auf).

Keine Gewichtsvorschrift für das Auto.

1958 und 1959

Die maximale Fahrzeit im Rennen wird auf zwei Stunden begrenzt.

1960

Neues Punktesystem für die ersten sechs Fahrer: 8-6-4-3-2-1.

Der Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde entfällt.

1961 bis 1965

Es sind nur noch Saugmotoren erlaubt. Hubraum: mindestens 1300 cm3, maximal 1500 cm3.

Das Mindestgewicht des Autos: 450 Kilogramm. Ein Überrollbügel ist erstmals vorgeschrieben.

Der amerikanische Reifenhersteller Goodyear liefert für einige Rennställe die Reifen (1965 bis 1998).

Neues Punktesystem für die ersten sechs Fahrer: 9-6-4-3-2-1 (das System galt bis 1990).

1966

Hubraum: 1500 cm3 mit Turbo oder 3000 cm3 mit Saugmotor (es tauchen nur Saugmotoren auf).

Das Mindestgewicht des Autos wird auf 500 Kilogramm angehoben.

1967

Sicherheitsgurte sind vorgeschrieben. Einführung eines Medical Centers an der Rennstrecke.

Die Angabe der Fahrerblutgruppe auf dem Overall ist vorgeschrieben.

1968

Die ersten Integralhelme ersetzen die veralteten Sturzhelme.

1969

Allradgetriebene Rennwagen werden von McLaren, Cosworth, Lotus und Matra eingesetzt.

1970

Das Mindestgewicht des Autos wird auf 530 Kilogramm angehoben.

Eine Feuerlöschanlage an Bord ist vorgeschrieben.

1971

Einführung von profillosen Reifen (Slicks).

Lotus setzt einen Rennwagen mit Turbinenantrieb ein.

1972

Das Mindestgewicht des Autos wird auf 550 Kilogramm angehoben.

Die Zylinderzahl des Motors wird auf zwölf (V12) begrenzt.

1973 bis 1975

Der Einsatz des ersten Safety Cars. Flexible Sicherheitstanks sind Pflicht.

Das Mindestgewicht des Autos wird auf 575 Kilogramm angehoben.

1976

Tyrrell-Ford erringt mit vier Vorderrädern einen Doppelsieg im schwedischen Anderstorp.

1977 und 1978

Erstes Auftauchen eines 1500 cm3-Turbomotors von Renault in Silverstone.

Einführung der drahtlosen Datenerfassung und -übertragung (Telemetrie) vom Auto zur Box.

1979 und 1980

Renault erringt in Dijon-Prenois den ersten Sieg mit einem Turbomotor.

1981

Das Mindestgewicht des Autos wird auf 585 Kilogramm angehoben.

Einsatz der ersten Kohlefaser-Monocoques bei McLaren und Lotus.

1982

Das Mindestgewicht des Autos wird auf 580 Kilogramm gesenkt.

1983

Das Mindestgewicht des Autos wird auf 540 Kilogramm gesenkt.

1984 und 1985

Das Nachtanken während der Rennen ist verboten. Maximaler Tankinhalt 220 Liter.

1986

Verbot von Saugmotoren. Maximaler Tankinhalt 195 Liter.

Benetton-BMW setzt den stärksten Rennwagen in der Formel-1-Geschichte mit fast 1400 PS ein.

1987

Beschränkung des Ladedrucks von Turbomotoren auf 4,5 bar.

Saugmotoren mit 3500 cm3 Hubraum ohne Verbrauchslimit sind wieder zugelassen.

Die Rennwagen mit einem Saugmotor müssen ein Mindestgewicht von 500 Kilogramm haben.

Die Reifenbreite wird vorne auf 305 mm und hinten auf 457 mm begrenzt.

1988

Beschränkung des Ladedrucks von Turbomotoren auf 2,5 bar. Maximaler Tankinhalt 150 Liter.

1989

Verbot von Turbomotoren. Renault setzt erstmals pneumatische Ventilfedern ein.

1990

Größere Spiegel und Schnellspanner für das Lenkrad sind zwingend vorgeschrieben.

Einführung der Übung zur Fahrerrettung für die Streckenposten und das medizinische Personal.

1991

Neues Punktesystem für die ersten sechs Fahrer: 10-6-4-3-2-1 (das System galt bis 2002).

Der italienische Reifenhersteller Pirelli zieht sich zum Saisonende aus der Formel 1 zurück.

1992

Verbot des sündhaft teuren Designerbenzins.

Es ist nur noch leicht modifiziertes Tankstellenbenzin mit maximal 102 ROZ (Oktan) erlaubt.

Der amerikanische Reifenhersteller Goodyear als Alleinausrüster liefert für alle Rennställe die Reifen.

1993

Die Reifenbreite wird vorne auf 290 mm und hinten auf 380 mm begrenzt.

1994

Das Nachtanken während des Rennens wird wieder erlaubt.

Verbot von elektronischen Fahrhilfen (Traktionskontrolle, ABS, aktive Radaufhängung).

1995

Beschränkung des Hubraums von 3500 cm3 auf 3000 cm3.

Die Zylinderzahl des Motors wird von zwölf (V12) auf zehn (V10) begrenzt. Der Tankinhalt ist freigestellt.

1996

Die 107-Prozent-Regel wird eingeführt, die verhindern soll, dass durch zu große Geschwindigkeits-

unterschiede zwischen dem schnellsten und dem langsamsten Auto ein Sicherheitsrisiko entsteht.

1997

Das Mindestgewicht des Autos wird auf 595 Kilogramm angehoben.

Der japanische Reifenhersteller Bridgestone liefert für einige Rennställe die Reifen (1997 bis 2010).

1998

Die Breite der Rennwagen wird von 2000 mm auf 1800 mm reduziert.

Verbot von profillosen Reifen (Slicks). Einführung von Rillenreifen mit drei Rillen vorne und vier hinten.

Das Mindestgewicht des Autos wird auf 600 Kilogramm angehoben.

Der amerikanische Reifenhersteller Goodyear zieht sich zum Saisonende aus der Formel 1 zurück.

1999

Die Rillenzahl der Vorderreifen wird von drei auf vier erhöht.

Der japanische Reifenhersteller Bridgestone als Alleinausrüster liefert für alle Rennställe die Reifen.

2000

In diesem Jahr werden zum ersten Mal 17 Rennen ausgetragen.

2001

Elektronische Fahrhilfen werden während der Saison wieder erlaubt.

Der französische Reifenhersteller Michelin liefert für einige Rennställe die Reifen (2001 bis 2006).

Seit diesem Jahr gibt es mit Bridgestone und Michelin wieder zwei Reifenhersteller in der Formel 1.

Die Reifenbreite wird vorne auf 270 mm und hinten auf 365 mm begrenzt.

2002

Die Größe der Rückleuchten wird um 50 Prozent vergrößert, um so bei schlechter Sicht besser

gesehen zu werden. Die Rückhalteseile der Räder sind Doppelseile und müssen jetzt

sechs Tonnen bei einem Crash verkraften. Die bidirektionale Telemetrie ist erlaubt.

2003

Neues Punktesystem für die ersten acht Fahrer: 10-8-6-5-4-3-2-1 (das System galt bis 2009).

Einführung des HANS-Systems (Head and Neck Support), auf Deutsch Kopf-und-Nacken-Stütze.

Das System soll die Rennfahrer vor starken Verletzungen im Kopf- und Halsbereich schützen.

Der Funkverkehr zwischen dem Fahrer und dem Team darf jetzt von jedermann mitgehört werden.

Der Einsatz des Ersatzautos ist nur noch erlaubt, wenn der Rennwagen irreparabel beschädigt ist.

Zwischen dem Qualifikationstraining am Samstag und dem Rennen am Sonntag darf nur unter

Aufsicht der FIA an den Autos gearbeitet werden. Die Arbeiten sind nur sehr eingeschränkt möglich.

Striktes Verbot der Stallorder. Freitag und Samstag gibt es je einen Qualifikationslauf.

Ab dieser Saison feiert das Einzelzeitfahren am Samstag im Qualifying seine Premiere.

Die 1996 eingeführte 107-Prozent-Regel wird durch diesen Modus wieder abgeschafft, da der Fahrer

durch einen Fehler oder Defekt in der einen Runde so seine Teilnahme am Rennen verloren hätte.

Kein Warm-up mehr am Sonntagmorgen. Gestartet wird das Rennen am Sonntag mit den

gleichen Reifen und dem restlichen Benzin aus der einen Qualifikationsrunde vom Samstag.

2004

Am Freitag gibt es künftig zweimal eine Stunde freies Training, dafür am Samstag zwei Qualifikationen.

Pro Wochenende darf nur noch ein Motor verwendet werden. Bei einem Crash und dem Wechsel ins

Ersatzauto muss der Motor mitgenommen werden. Wird dennoch ein Motorwechsel fällig, wird das Auto

in der Startaufstellung um zehn Plätze nach hinten zurückgestuft. Verbot von Start- und Schaltautomatik.

Die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Boxengasse wird im Rennen von 80 auf 100 km/h angehoben.

Boxendurchfahrtsstrafen für Rempeleien und Kollisionen werden nicht mehr im Rennen verhängt.

Entschieden wird erst danach. Mögliche Strafen: Zeitabzug, Disqualifikation oder Rennsperre.

2005

Der Frontflügel wird um fünf Zentimeter nach oben gesetzt, der Heckflügel muss weiter nach vorne.

Die Gesamthöhe des Diffusors wird reduziert, zudem müssen die Hilfsflügel vor den Hinterrädern in

Zukunft anders aussehen. Einige Zusatzflügel sind ganz verboten. Diese Maßnahmen sollen den

aerodynamischen Abtrieb um 20 Prozent verringern. Die Reifen müssen ein ganzes Wochenende

lang halten. Das bedeutet: Qualifying und Rennen werden mit demselben Reifensatz gefahren.

Die Motoren müssen ab dieser Saison jetzt zwei Rennwochenende lang halten. Muss der Motor

wegen eines Defektes gewechselt werden, wird das Auto um zehn Plätze nach hinten strafversetzt.

Das Qualifying wird in Zukunft in zwei Einzelzeitfahrten am Samstag und Sonntag ausgetragen.

Die erste Session findet am Samstag von 13:00 bis 14:00 Uhr statt, die Zweite am Sonntag von

10:00 bis 11:00 Uhr. Die Zeiten aus beiden Sessions werden zusammengerechnet und ergeben

die Startaufstellung. Nach dem zweiten Qualifying sind keine Arbeiten mehr an den Autos erlaubt.

Ab dem Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring gibt es nur noch ein Qualifying am Samstag.

2006

Beschränkung des Hubraums von 3000 cm3 auf 2400 cm3. Die Zylinderzahl des Motors wird von

zehn (V10) auf acht (V8) begrenzt. Das "Shootout-Qualifying" wird eingeführt: Dauer 60 Minuten,

davon zweimal fünf Minuten Pause. Nach 15 Minuten werden die sechs langsamsten Fahrer

vom weiteren Fahren ausgeschlossen. Nach weiteren 15 Minuten die nächsten sechs Fahrer.

Die zuletzt verbleibenden zehn besten Fahrer fahren dann 20 Minuten um die Poleposition.

Vor der letzten Session muss das Auto aber mit der Spritmenge für das Rennen betankt werden.

Die durch das Fahren verbrauchte Benzinmenge darf vor dem Rennen wieder ergänzt werden.

Seit diesem Jahr dürfen die Reifen bei den Boxenstopps wieder gewechselt werden. Ab dem

Großen Preis von Frankreich fahren die zehn besten Fahrer nur noch 15 Minuten um die Poleposition.

Der französische Reifenhersteller Michelin zieht sich zum Saisonende aus der Formel 1 zurück.

Grund ist die von der FIA festgelegte Regeländerung, die besagt, dass aus Kostengründen nur noch

ein Hersteller zugelassen ist. Der Konkurrent Bridgestone liefert dann exklusiv die Einheitsreifen.

2007

Seit diesem Jahr fahren alle Rennwagen die Reifen des japanischen Herstellers Bridgestone.

Die Fahrer müssen im Rennen mindestens einen weichen und einen harten Reifensatz benutzen.

Außerdem wird die Weiterentwicklung der Motoren in der Formel 1 bis zum Jahr 2010 eingefroren.

Die Triebwerke dürfen eine Drehzahl von 19 000 Umdrehungen pro Minute nicht mehr überschreiten.

Freitags können die Teams in zwei neunzigminütigen Sessions neue Motoren und Reifen verwenden.

Die Regeln während einer Safety-Car-Phase sind weiter überarbeitet worden. Überrundete Fahrer,

die hinter dem Safety Car herfahren, müssen an diesem vorbei bis ans Ende des Feldes fahren.

Auf diese Weise wird hinter dem Safety Car die tatsächliche Rennreihenfolge wieder hergestellt.

Die Sicherheitsvorschriften werden ab diesem Jahr weiter verschärft. Dazu zählt unter anderem die

Einführung von GPS im Cockpit, das dazu dient, die Piloten über Funk auf Gefahrenzonen auf der

Strecke aufmerksam zu machen. Ein neuer Unfallschwereanzeiger ASI (Accident Severity Indicator)

übermittelt den Rettungsmannschaften wichtige Daten darüber, wie schwer ein Unfall wirklich war.

2008

Der neue Kurs in Valencia ist auch ein Stadtrennen wie das in Monaco. In Singapur findet das erste

Nachtrennen in der Formel-1-Geschichte statt. 1485 starke Lampen sorgen für ausreichend Licht.

Verbot der Traktionskontrolle in den Rennwagen. Sie verhinderte ein Durchdrehen der Räder.

Die größte Änderung ist aber die Einführung einer Einheitselektronik, der sogenannten "Blackbox".

Die Motoren dürfen von den Motorenbauern drei Jahre lang nicht mehr weiterentwickelt werden.

Ohne Strafe bleibt der erste Motorwechsel in der Saison, ansonsten Strafversetzung um zehn Plätze.

Vier Rennen lang müssen jetzt die Getriebe halten, sonst gibt es eine Strafversetzung um fünf Plätze.

Einzug von Biokraftstoff in der Formel 1. 5,75 Prozent des Benzins muss aus Biokraftstoff bestehen.

Das Mindestgewicht der Autos wird von 605 auf 550 Kilogramm abgesenkt, um die Verwendung von

zusätzlichen Ballastgewichten zu unterbinden. Wegfall der Motorbremse (Bremskontrollsystem EBS).

Neu sind die Qualifying-Zeiten (60 Minuten): Q1 = Dauer 20 Minuten, danach sieben Minuten Pause,

Q2 = Dauer 15 Minuten, danach acht Minuten Pause, Q3 = Dauer 10 Minuten. Die in Q3 gestarteten

Fahrer dürfen dann nicht mehr nachtanken und müssen mit dem restlichen Sprit ins Rennen gehen.

2009

Elf Jahre lang waren die profillosen Reifen (Slicks) verboten. Nun werden sie wieder gefahren.

Die Aerodynamik der Rennwagen ist weitgehend beschnitten worden. Der Frontflügel wurde um

75 Millimeter abgesenkt und zieht sich nun über die gesamte Fahrzeugbreite von 1800 Millimetern.

Der Fahrer kann den Anstellwinkel des Flügelprofils am Frontflügel zweimal pro Runde um maximal

sechs Grad verstellen. Die Luftleitbleche, Abluftkamine, Kiemen und sämtliche Zusatzflügel wurden

zugunsten der Optik verboten. Der Heckflügel ist jetzt 150 Millimeter höher. In der Breite wurde er um

250 Millimeter auf 750 Millimeter verkleinert. Heckflügel und Airbox liegen nun auf gleicher Höhe.

Der Diffusor im Heck muss auch höher angebracht sein. Der Hinterreifen wird um 40 mm schmaler.

Die Breite beträgt nun 325 mm statt wie früher 365 mm. Das Abtriebsniveau der Rennwagen wird

durch diese umfangreichen Änderungen somit drastisch reduziert, um sie langsamer zu machen.

Um die Kosten für die Motoren einzudämmen, wird die Drehzahl auf 18 000 Umdrehungen pro

Minute reduziert. Jeder Fahrer muss die kompletten Rennwochenenden in dieser Saison mit acht

Motoren auskommen. Braucht ein Fahrer mehr Motoren, wird er mit jedem neuen Motor um zehn

Startpositionen nach hinten versetzt. Das Auto muss inklusive Fahrer, Öl und Bremsflüssigkeit

wieder mindestens 605 Kilogramm wiegen. Ab dieser Saison können die Teams entscheiden,

ob sie freiwillig das neue Hybridsystem KERS (Kinetic Energy Recovery System), auf Deutsch

System zur Rückgewinnung kinetischer Energie, in ihre Rennwagen einbauen. Bei diesem

System wird die beim Bremsen erzeugte Energie an der Hinterachse abgegriffen und in einer

Batterie gespeichert. Je nach Bedarf kann der Fahrer dann per Knopfdruck mit dem Boost-Button

am Lenkrad diese Energie wieder abrufen. Diese treibt für 6,7 Sekunden einen Elektromotor an,

der zusätzlich ungefähr 80 PS an das Fahrzeug abgibt. Das soll das Überholen einfacher machen.

Bei Fehlern im KERS-System können an der Außenhaut Spannungen bis zu 20 000 Volt entstehen.

Alle Mechaniker tragen spezielle Handschuhe, um sich so vor der hohen Spannung zu schützen.

Nach zwei Jahren wird die von allen Beteiligten so umstrittene Safety-Car-Regelung endlich

wieder aufgehoben. Sobald das Safety Car auf der Strecke ist, wird die Elektronik in den Autos

in den "Safety-Car-Modus" geschaltet. Den Fahrern wird eine verbindliche Rundenzeit angezeigt,

die sie unbedingt einhalten müssen. Sie dürfen aber zu jeder Zeit während der Safety-Car-Phase

an die Box fahren, um nachzutanken oder um Reifen zu wechseln. Besonders gravierend ist es

für alle Teams bestimmt, dass sie während der Saison keine Testfahrten mehr machen dürfen.

2010

Die Teamanzahl erhöht sich auf zwölf. Das bedeutet, dass 24 statt 20 Fahrer an den Start gehen.

Neu im Kalender ist der Große Preis von Südkorea in Yeongam auf dem Korean International Circuit.

Das 2009 neu eingeführte Hybridsystem KERS (Kinetic Energy Recovery System) wird wieder verboten.

Für die Teams ist das Verbot des Nachtankens während des Rennens die wichtigste Regeländerung.

Die Autos erhalten größere Tanks, die Teams haben dadurch weniger Spielraum in ihrer Rennstrategie.

Für die Motoreningenieure soll dies ein Anreiz sein, besonders spritsparende Motoren zu entwickeln.

Das Mindestgewicht der Rennwagen wird in dieser Saison von 605 auf 620 Kilogramm angehoben.

Verboten sind die immer komplexeren Radkappen an den Vorder- und Hinterrädern der Autos.

Der Vorderreifen wird um 25 mm schmaler. Die Breite beträgt nun 245 mm statt wie früher 270 mm.

Etwa 15 Prozent verliert der Reifen dadurch an Grip. Der Hinterreifen behält seine Breite von 325 mm.

Wegen des größeren Starterfeldes von 24 Fahrern wird der Qualifying-Modus leicht verändert. In den

ersten beiden Sessions scheiden jeweils die sieben langsamsten Fahrer aus, das anschließende

Shootout der zehn Schnellsten bleibt unverändert. Ein neues Punktesystem wird eingeführt: Der Sieger

bekommt 25 Punkte (früher 10), der Zweite 18 Punkte (früher 8), der Dritte 15 Punkte (früher 6). Ab dem

vierten bis zehnten Platz werden die Punkte wie folgt vergeben: 12-10-8-6-4-2-1. Der japanische

Reifenhersteller Bridgestone zieht sich zum Saisonende endgültig aus der Formel 1 zurück.

2011

Dem Rennkalender zufolge sollten dieses Jahr zum ersten Mal 20 Rennen ausgetragen werden.

Erstmals in der Formel-1-Geschichte ist ein WM-Rennen aus politischen Gründen abgesagt worden.

Wegen den Unruhen in Bahrain wurde der für den 13. März vorgesehene Saisonauftakt gestrichen.

Neu im Rennkalender ist der Große Preis von Indien in Greater Noida auf dem Jaypee Group Circuit.

Der italienische Reifenhersteller Pirelli liefert ab dieser Saison wieder die Reifen für alle Rennwagen.

Sechs verschiedenen Farben an den Flanken der Reifen markieren die unterschiedlichen Mischungen.

Silber: hart, Weiß: medium, Gelb: weich, Rot: superweich, Blau: Intermediate, Orange: Regenreifen.

Pro Rennen bietet Pirelli zwei verschiedene Reifenmischungen an, eine weiche und eine harte.

Jede der beiden Mischungen muss aber zumindest für eine oder mehrere Runden gefahren werden.

Die seit acht Jahren geltende und so heftig umstrittene Teamorder ist ab sofort wieder offiziell erlaubt.

Das Mindestgewicht der Rennwagen wird diese Saison von 620 auf 640 Kilogramm angehoben.

Aus Kostengründen muss das Getriebe dieses Jahr fünf statt vier aufeinanderfolgende Rennen halten.

Der sogenannte Doppeldiffusor, der den Autos einen höheren Abtrieb und damit mehr Bodenhaftung

brachte, ist genauso wie die aerodynamischen Hilfsmittel, die manuell vom Fahrer betätigt oder

aktiviert werden konnten, wie z. B. der verstellbare Frontflügel oder der F-Schacht verboten worden.

Erlaubt ist allerdings ein verstellbarer Heckflügel, der flacher gestellt werden darf, wenn der Fahrer

näher als eine Sekunde hinter dem Vorherfahrenden liegt und so die Möglichkeit zum Überholen hat.

Ein grünes Licht am Lenkrad zeigt dem Fahrer dann an, dass er das DRS (Drag Reduction System),

auf Deutsch Luftwiderstand-Reduktions-System, jetzt benutzen kann. Über einen Knopfdruck wird

die obere Querplatte des Heckflügels um 50 Millimeter angehoben, um so den Luftwiderstand zu

verringern. Durch den geringeren Luftwiderstand erhöht sich die Geschwindigkeit um etwa 10 km/h.

Die Verstellung des Heckflügels ist aus Sicherheitsgründen erst ab der dritten Rennrunde erlaubt.

Außerdem darf das System im Rennen nur an einer von der FIA festgelegten Stelle eingesetzt werden.

Während des Trainings und des Qualifyings darf man das DRS aber uneingeschränkt benutzen.

Deaktiviert ist das DRS aber, wenn wegen Regens Intermediates oder Heavy Wets gefahren werden.

Das Hybridsystem KERS (Kinetic Energy Recovery System) wird dieses Jahr wieder eingesetzt.

2009 wurde es erstmals benutzt. Nun stehen dem Fahrer wieder 80 PS an zusätzlicher Mehrleistung

für 6,7 Sekunden pro Runde zur Verfügung. Es kann auf einmal oder in Etappen abgerufen werden.

Die 2003 abgeschaffte 107-Prozent-Regel kehrt wieder ins Reglement zurück. Fahrer, die im Qualifying

sieben Prozent langsamer als der Trainingsschnellste sind, dürfen nicht am Rennen teilnehmen.

Bei Regelverstößen haben die Rennkommissare zukünftig mehr Möglichkeiten Strafen zu verhängen.

Der Strafenkatalog wurde um Zeitstrafen, Ausschluss aus der Rennwertung und ein Startverbot für

das nächste Rennen erweitert. Die Safety-Car-Regeln wurden ab dieser Saison nochmals modifiziert.

Das Geschwindigkeitslimit, also die Verringerung der Rundenzeit um etwa 40 Prozent, wurde um

eine Runde auf zwei Runden verlängert. So wird verhindert, dass die Rennleitung das Safety Car

unter Zeitdruck auf die Strecke schicken muss und damit indirekt in das Rennen eingreift. Die Ampel

am Ende der Boxengasse wird zudem nur noch bei einer Rennunterbrechung auf Rot geschaltet.

Fahrer, die in der Safety-Car-Phase an die Box fahren, müssen auch die Reifen wechseln lassen.

2012

Zum ersten Mal in der Formel-1-Geschichte werden in diesem Jahr 20 Rennen ausgetragen.

Neu im Rennkalender ist der Große Preis der USA in Austin auf dem Circuit of The Americas.

Der durch die Auspuffgase angeblasene Diffusor ist seit dieser Saison nun endgültig verboten.

Ebenso der sogenannte "Overrun", womit das Anblasen im Schleppbetrieb des Motors gemeint ist.

Ab diesem Jahr muss das Auspuffsystem so konstruiert sein, dass die Abgase vor der Hinterachse

in einem maximalen Winkel von 30 Grad nach oben austreten. Das bedeutet, dass der Auspuff keinen

Einfluss mehr auf den Diffusor hat. Somit wird weniger Anpressdruck über den Unterboden generiert.

Die optisch auffälligste Änderung in dieser Saison ist die Absenkung der Nase von maximal 625 mm

auf 550 mm. Da dieses nur den Bereich über dem Frontflügel betrifft, tragen die meisten Autos einen

unschönen Höcker vor der Vorderradaufhängung. Nur der McLaren und der Marussia kommen ohne

diesen Höcker aus. Damit soll das Risiko vermindert werden, wenn ein Auto bei einem Unfall seitlich

in einen anderen Rennwagen fährt, dass dadurch der Fahrer bei dem Aufprall am Kopf verletzt wird.

Der Reifenhersteller Pirelli hat die Flankenform der Reifen leicht verändert. Nur der Intermediatereifen

behielt seine Form von 2011. Auch die Farben an den Flanken der Reifen wurden wie folgt geändert:

Silber: hart, Weiß: medium, Gelb: weich, Rot: superweich, Grün: Intermediate, Blau: Regenreifen.

Die Autos müssen seit dieser Saison alle Crashtests vor Beginn der Testfahrten bestanden haben.

Sämtliche Tests waren in den letzten Jahren während der Saison verboten, um Kosten zu sparen.

In diesem Jahr können alle Teams vom 1. bis zum 3. Mai in Mugello wieder drei Tage lang testen.

Während einer Safety-Car-Phase dürfen sich alle überrundeten Fahrzeuge wieder zurückrunden.

Damit soll verhindert werden, dass sie bei einem Neustart die schnelleren Fahrzeuge behindern.

Wer als Fahrer die Ideallinie verlässt, um seine Position zu verteidigen, darf nicht mehr auf diese

zurückkehren. Das soll dem Hinterherfahrenden die Möglichkeit geben, gefahrloser zu überholen.

Ein Großer Preis ist künftig auch durch eine Unterbrechung nach maximal vier Stunden beendet.

2013

Aus dem Rennkalender der Formel 1 wurde der Große Preis von Europa gestrichen. Dieser fand

in den Jahren 2008 bis 2012 im spanischen Valencia statt. Ursprünglich sollte dafür ein zweites

Rennen in den Vereinigten Staaten stattfinden. Wegen Verzögerungen beim Bau der Rennstrecke

muss der Große Preis von Jersey, in der Nähe von West New York, um ein Jahr verschoben werden.

Statt der im letzten Jahr gefahrenen 20 Rennen wird der Weltmeister 2013 nun in 19 Rennen gekürt.

Beim technischen Reglement der Rennwagen gibt es nur kleine Veränderungen zum letzten Jahr.

Die gewöhnungsbedürftige Stufennase, die 2012 in der Formel 1 Einzug hielt, darf mit einer Eitel-

keitsblende verdeckt werden. Offiziell verboten wird das von Mercedes AMG genutzte Doppel-DRS.

Das DRS, welches bisher im Training auf der gesamten Strecke genutzt werden durfte, ist ab der

Saison 2013 nur noch in den von der FIA vorgegebenen DRS-Zonen analog zum Rennen erlaubt.

Der Frontflügel darf sich bei einer Belastung von 100 kg nur noch um 10 statt 20 mm verformen.

Das Mindestgewicht der Rennwagen wird diese Saison von 640 auf 642 Kilogramm angehoben,

da die Pirelli-Reifen wegen einer anderen Struktur pro Satz rund 2 kg mehr wiegen als im Vorjahr.

Die Reifenmischungen sind weicher, die Seitenwände flexibler, dafür ist die Reifenschulter härter.

Durch den Einsatz von Leuchtfarben sind die unterschiedlichen Reifentypen ab dieser Saison für

Zuschauer besser erkennbar. Der harte Reifen, der vorher Silber war, hat jetzt eine orange Farbe.

Orange: hart, Weiß: medium, Gelb: weich, Rot: superweich, Grün: Intermediate, Blau: Regenreifen.

Alle Teams haben vor Saisonbeginn dreimal die Möglichkeit ihre neuen Boliden bei Testfahrten in

Jerez und Barcelona zu überprüfen und zu verbessern. Einen Test in der Saison gibt es nicht mehr.

Das spanische Formel-1-Team HRT ist wegen finanzieller Probleme 2013 nicht mehr im Aufgebot.

Statt der zwölf Teams gibt es nur noch elf. Die Teilnehmerzahl der Fahrer schrumpft von 24 auf 22.

Nach dem Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring wurde wegen eines Unfalls in der

Boxengasse die Geschwindigkeitsbegrenzung wieder generell von 100 auf 80 km/h herabgesetzt.

Bei den Rennen in Melbourne, Monaco und Singapur beträgt die Höchstgeschwindigkeit 60 km/h.

Außerdem müssen alle Mitglieder der Boxencrew zur Erhöhung der Sicherheit einen Helm tragen.

2014

Wieder im Rennkalender ist der Große Preis von Österreich auf dem Red Bull Ring in Spielberg.

Neu ist auch der Große Preis von Russland in Sotschi auf dem Sochi International Street Circuit.

Dafür wurden die Großen Preise von Indien und Südkorea aus dem Rennkalender gestrichen.

Ab dieser Saison werden Turbo-Motoren verwendet, die die verwendeten Saugmotoren ablösen.

Beschränkung des Hubraums von 2400 cm3 auf 1600 cm3. Die Zylinderzahl des Motors wird von

acht (V8) auf sechs (V6) begrenzt. Der Zylinderbankwinkel beträgt 90 Grad. Der maximale Treib-

stoff-Durchfluss wurde auf 100 kg/h und der Treibstoffverbrauch pro Rennen auf 100 kg limitiert.

Neu ist auch das Energierückgewinnungssystem ERS (Energy Recovery System), welches das

bisherige KERS ersetzt, das bislang ausschließlich über eine elektromotorische Bremse verfügte.

Das ERS besteht aus der bisherigen kinetischen Energierückgewinnung (ERS-K) und wird durch

ein zusätzliches System ergänzt (ERS-H), das die Abwärme vom Motor über den Turbolader zur

Energiegewinnung nutzt und ebenfalls die Batterien lädt. Dem Fahrer stehen somit rund 163 PS

zusätzliche Leistung für etwa 33 Sekunden zur Verfügung. Diese kann er für eine Runde abrufen.

Das Mindestgewicht der Rennwagen wird diese Saison von 642 auf 691 Kilogramm angehoben.

Ein Getriebe muss ab dieser Saison sechs statt fünf Rennwochenenden halten. Die Anzahl der

Vorwärtsgänge wird von sieben auf acht erhöht. Die Übersetzung darf während der Saison nicht

mehr verändert werden. Die Spitze der Fahrzeugnase darf statt der bisherigen 550 mm nur noch

maximal 185 mm über dem Boden sein. Außerdem wird die Breite des Frontflügels von 1800 mm

auf 1650 mm verringert. Die Auspuffgase dürfen nur noch aus einem einzelnen Abgasendrohr

geleitet werden. Dieses muss so positioniert sein, dass die Abgase nicht mehr den Heckdiffusor

anblasen und so Abtrieb erzeugen können. Im letzten Rennen werden für jede Platzierung doppelt

so viele Punkte als sonst üblich vergeben. Damit wird zum ersten Mal in der Formel 1 ein Rennen

ausgetragen, in dem das Punktesystem anders als bei allen anderen Rennen der Saison 2014 ist.

Die Fahrer behalten ab diesem Jahr ihre Startnummer über mehrere Saisons. Die Nummern von

2 bis 99 dürfen von den Fahrern frei gewählt werden. Die Nr.1 bleibt dem Weltmeister vorbehalten.

Geändert werden auch die Qualifying-Zeiten (60 Minuten): Q1 = Dauer 18 Minuten, danach sieben

Minuten Pause, Q2 = Dauer 15 Minuten, danach acht Minuten Pause, Q3 = Dauer 12 Minuten.

Die Fahrer dürfen ihr Auto nach der Zieldurchfahrt nicht mehr ohne gerechtfertigten Grund auf der

Strecke abstellen, um Kraftstoff für die nach dem Rennen zu entnehmende Benzinprobe zu sparen.

2015

Wieder im Rennkalender ist der Große Preis von Mexiko auf dem Autódromo Hermanos Rodríguez

in Mexiko-Stadt. Nach 23 Jahren kehrt die Formel 1 in dieser Saison wieder nach Mexiko zurück.

Wegen Unstimmigkeiten findet dieses Jahr kein Formel-1-Rennen auf deutschem Boden statt.

Das Mindestgewicht der Rennwagen wird diese Saison von 691 auf 702 Kilogramm angehoben.

Die Bremsscheiben müssen sich mit der gleichen Geschwindigkeit drehen wie die Räder. Jeder

Hersteller darf 32 Token (rund 48 Prozent) für Modifikationen zur diesjährigen Saison verwenden.

Bei der Gestaltung der Fahrzeugnasen werden Mindest-Querschnitte im Abstand von 50 mm als

auch 150 mm hinter der Nasenspitze vorgegeben. Auch müssen die Fahrzeugnasen, von oben

betrachtet, symmetrisch sein. Des Weiteren gibt es eine verbesserte Sicherung der Radmuttern.

Das "Virtuelle Safety Car" (VSC) wird eingeführt. Das Verfahren übermittelt und zeigt elektronisch

eine virtuelle Safety-Car-Phase im Cockpit der Fahrer an. Eine vorher festgelegte Geschwindigkeit

muss nun in dem jeweiligen Streckenabschnitt eingehalten werden. Die Vergabe doppelter Punkte

beim letzten Rennen der Saison wird nach nur einer Saison glücklicherweise wieder abgeschafft.

2016

Zum ersten Mal in der Formel-1-Geschichte werden in diesem Jahr 21 Rennen ausgetragen.

Neu im Rennkalender ist der Große Preis von Europa in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku.

Die Rennwagen müssen mit bis zu zwei zusätzlichen Auspuffrohren ausgestattet sein, durch die die

Abgase des Wastegate des Turboladers strömen. Hierdurch soll die Lautstärke angehoben werden.

Geändert werden auch die Qualifying-Zeiten (60 Minuten): Q1 = Dauer 16 Minuten. Nach nur sieben

Minuten scheidet der langsamste Fahrer aus, wobei bei Ablauf der Zeit angefangene Runden nicht

mehr gewertet werden. Im Abstand von je 90 Sekunden scheiden anschließend weitere Fahrer aus,

bis noch 15 Piloten übrig bleiben. Q2 = Dauer 15 Minuten. Nach weiteren sechs Minuten scheiden

erneut Fahrer in Abständen von jeweils 90 Sekunden aus. Q3 = 14 Minuten. Es treten die letzten acht

Fahrer gegeneinander an, auch hier scheiden nach fünf Minuten die Fahrer in Intervallen von jeweils

90 Sekunden aus, bis 90 Sekunden vor dem Ende nur noch die beiden erstplatzierten Piloten übrig

bleiben. Ab dem Großen Preis von China allerdings Rückkehr zum Qualifying-Modus von 2015.

Das Virtuelle Safety Car (VSC) kann nun auch im freien Training eingesetzt werden. Außerdem wird

das DRS nach dem Ende einer virtuellen Safety-Car-Phase im Rennen sofort wieder freigegeben.

Reifenhersteller Pirelli bietet dieses Jahr insgesamt sieben Reifenmischungen an: Lila: Ultrasoft,

Rot: Supersoft, Gelb: Soft, Weiß: Medium, Orange: Hard, Grün: Intermediate, Blau: Regenreifen.

Die Teamanzahl erhöht sich auf elf. Das bedeutet, dass 22 statt 20 Fahrer an den Start gehen.

2017

Der Große Preis von Deutschland wurde aus dem Kalender gestrichen. Das Rennen in Baku wird

nicht mehr als Großer Preis von Europa, sondern als Großer Preis von Aserbaidschan ausgetragen.

Das Mindestgewicht der Rennwagen wird diese Saison von 702 auf 728 Kilogramm angehoben.

Die Breite der Autos wird von 1800 mm auf 2000 mm erhöht. Zwischen Vorder- und Hinterachse

dürfen die Fahrzeuge jetzt maximal 1600 mm breit sein. Auch der Front- und Heckflügel sowie der

Diffusor werden im Vergleich zur Vorsaison deutlich größer. Außerdem wird die Benzinmenge im

Rennen von 100 auf 105 Kilogramm erhöht. Die Reifenbreite wird auch verändert: Der Vorderreifen

wird um 60 mm, der Hinterreifen um 80 mm breiter. Die Gesamtbreite beträgt nun vorne 305 mm

statt 245 mm und hinten 405 mm statt 325 mm. Das im Jahr 2015 eingeführte Token-System wird

wieder abgeschafft, die Weiterentwicklung der Motoren ist somit wieder komplett freigegeben.

Wenn der Rennstart hinter dem Safety Car erfolgt, so gibt es am Ende der Safety-Car-Phase nun

einen stehenden Start. Bei einer Rennunterbrechung darf nicht mehr an den Fahrzeugen gearbeitet

werden, auch ein Reifenwechsel ist verboten. Ein gewähltes Helmdesign gilt für die ganze Saison.

Das Formel-1-Team Manor Racing ist wegen finanzieller Probleme 2017 nicht mehr im Aufgebot.

Statt der elf Teams gibt es nur noch zehn. Die Teilnehmerzahl der Fahrer schrumpft von 22 auf 20.

2018

Zum weiteren Mal in der Formel-1-Geschichte werden in diesem Jahr 21 Rennen ausgetragen.

Wieder im Rennkalender ist der Große Preis von Frankreich im südfranzösischen Le Castellet.

Auch der Große Preis von Deutschland kehrt wieder zurück und wird in Hockenheim ausgetragen.

Dafür entfällt der Große Preis von Malaysia, der seit 1999 Bestandteil des Rennkalenders war.

Des Weiteren ändern sich die Startzeiten der Rennen. Statt um 14:00 Uhr Ortszeit wird der Start

in der Regel auf 15:10 Uhr Ortszeit verschoben. Dieses soll mehr Fernsehzuschauer generieren.

Das Mindestgewicht der Rennwagen wird diese Saison von 728 auf 733 Kilogramm angehoben.

Grund dafür ist die Einführung des Halo-Systems, auf Deutsch Heiligenschein, in der Formel 1.

Dieses System soll den ungeschützten Kopf des Fahrers bei einem Unfall so besser schützen.

Der Bügel, der den Kopf umgibt, ist an drei Punkten mit dem Chassis des Fahrzeugs verbunden.

Weiter müssen jetzt pro Rad drei statt zwei Kevlar-Seile vorhanden sein, mit denen das Rad am

Chassis befestigt ist. Die Radmuttern müssen jetzt gegen das Lösen besser gesichert werden.

Der Reifenhersteller Pirelli bringt ab 2018 auch zwei neue Reifenmischungen mit in die Formel 1.

Die neuen Reifenfarben und ihre Bezeichnungen: Pink: Hypersoft, Violett: Ultrasoft, Rot: Supersoft,

Gelb: Soft, Weiß: Medium, Eisblau: Hard, Orange: Superhard, Grün: Intermediate, Blau: Full-Wets.

2019

Zum weiteren Mal in der Formel-1-Geschichte werden in diesem Jahr 21 Rennen ausgetragen.

Außerdem wird die maximale Treibstoffmenge im Rennen pro Auto von 105 kg auf 110 kg erhöht.

Der Frontflügel wird von 1800 mm auf 2000 mm verbreitert, außerdem wird der Aufbau vereinfacht.

Gleichzeitig wird der Heckflügel von 950 mm auf 1050 mm verbreitert, die Höhe ändert sich von

800 mm auf 820 mm. Des Weiteren sind Winglets an den Bremsbelüftungen ab 2019 verboten.

Ein neuer Helm wird eingeführt, der die Sicherheit der Fahrer in einigen Punkten verbessern soll.

Außerdem gibt es neue Handschuhe, die Daten wie Puls und Sauerstoffsättigung des Fahrers

überprüfen und melden. Hiervon erhoffen sich die Regelmacher der Serie, besonders während

und nach einem Unfall wichtige Daten über den Gesundheitszustand des Fahrers zu erhalten.

Reifenhersteller Pirelli entwickelt weiterhin fünf oder sechs verschiedene Reifenmischungen mit

unterschiedlichen Härtegraden. Aus Gründen der Übersichtlichkeit entfallen jedoch die vielen,

sich von Rennen zu Rennen unterscheidenden Farben und Namen der einzelnen Mischungen.

Den Fahrern stehen nun am Rennwochenende immer die drei Reifenmischungen P Zero Hard,

P Zero Medium und P Zero Soft zur Verfügung, hinter denen sich jedoch teilweise unterschiedliche

Härtegrade verbergen. Die Reifen werden in den Farben Weiß für die härteste, Gelb für die mittlere

und Rot für die weichste zur Verfügung stehende Mischung markiert. Die Farbmarkierungen für

den Intermediate- (Grün) und für den Heavy-Wet-Reifen (Blau) bleiben indessen unverändert.

Für die elf WM-Läufe von 1950 bis 1960 in Indianapolis galten andere Bestimmungen.

Zeitweise waren auch Alternativen zu Hubkolbenmotoren erlaubt.

Lediglich Lotus setzte im Jahre 1971 dreimal Rennwagen mit Turbinenantrieb ein.

Das WM-Punkte-System

Von 1950 bis 1959

Punkte für die ersten fünf Fahrer nach dem System: 8-6-4-3-2.

Einen Zusatzpunkt gab es für die schnellste Rennrunde.

1960

Punkte für die ersten sechs Fahrer nach dem System: 8-6-4-3-2-1.

Von 1961 bis 1990

Punkte für die ersten sechs Fahrer nach dem System: 9-6-4-3-2-1.

Von 1991 bis 2002

Punkte für die ersten sechs Fahrer nach dem System: 10-6-4-3-2-1.

Von 2003 bis 2009

Punkte für die ersten acht Fahrer nach dem System: 10-8-6-5-4-3-2-1.

Seit 2010

Punkte für die ersten zehn Fahrer nach dem System: 25-18-15-12-10-8-6-4-2-1.

Bis einschließlich 1957 wurden die Punkte geteilt, wenn sich zwei oder mehr Fahrer am Steuer

eines Wagens ablösten. Anschließend gab es nach einem Fahrerwechsel keine Punkte mehr.

Seit 1961 sind Ablösungen generell verboten.

Für die Richtigkeit der Angaben wird keine Gewähr übernommen!

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© 2003 Michael Lack