| Das Formel-1-Reglement |
![]() |
| Fédération Internationale de l'Automobile |
|
Die FIA ist der internationale Dachverband des Automobils und der Autofahrer. Gegründet am 20. Juni 1904 als "Association Internationale des Automobile Clubs Reconnus" (AIACR). Dieser Name bestand bis ins Jahr 1946. Danach wurde die AIACR in die heutige FIA umbenannt. Das Ziel der Vereinigung ist die Förderung des Automobilsports und des internationalen Kraftverkehrs. Sie überwacht durch ihr weltweites Regelwerk und Sportgesetz (ISG) alle Aktivitäten im Motorsport. Die FIA hat ihren Sitz am Place de la Concorde in Paris. Die Verwaltung befindet sich in Genf. |
|
Die AIACR / FIA-Präsidenten: |
|
1904 bis 1931 Baron Etienne de Zuylen (Belgien) |
|
1931 bis 1936 Graf Robert de Vogüé (Frankreich) |
|
1936 bis 1958 Jehan de Rohan-Chabot (Frankreich) |
|
1958 bis 1963 Graf Hadelin de Liedekerke Beaufort (Niederlande) |
|
1963 bis 1965 Prinz Filippo Caracciolo di Castagneto (Italien) |
|
1965 bis 1971 Wilfrid Andrews (Großbritannien) |
|
1971 bis 1975 Prinz Amaury de Merode (Belgien) |
|
1975 bis 1986 Prinz Paul Alfons Fürst von Metternich-Winneburg (Deutschland) |
|
1986 bis 1993 Jean-Marie Balestre (Frankreich) |
|
1993 bis 2009 Max Mosley (Großbritannien) |
|
2009 bis heute Jean Todt (Frankreich) |
|
Seit 1950 wird alljährlich eine Formel-1-Weltmeisterschaft ausgetragen. Die Rennwagen müssen nach immer strengeren Vorgaben und Richtlinien der FIA gebaut werden. Fast jedes Jahr wird das Reglement verändert. Natürlich steht die Sicherheit immer an erster Stelle. |
|
Hier sind die wichtigsten Regeländerungen: |
|
1950 bis 1951 Eine Renndistanz muss mindestens 300 Kilometer betragen. Die maximale Fahrzeit von drei Stunden darf nicht überschritten werden. Hubraum: 1500 ccm mit Kompressor oder 4500 ccm mit Saugmotor. Keine Gewichtsvorschrift für das Auto. Das Punktesystem für die ersten fünf Fahrer: 8 - 6 - 4 - 3 - 2. Einen Zusatzpunkt gibt es für die schnellste Rennrunde. (Das System ist bis 1959 gültig). |
|
1952 bis 1953 Hubraum: 500 ccm mit Kompressor oder 2000 ccm mit Saugmotor (es tauchen nur Saugmotoren auf). Keine Gewichtsvorschrift für das Auto. Sturzhelme sind erstmals vorgeschrieben. |
|
1954 bis 1960 Hubraum: 750 ccm mit Kompressor oder 2500 ccm mit Saugmotor (es tauchen nur Saugmotoren auf). Keine Gewichtsvorschrift für das Auto. 1958 wird die maximale Fahrzeit auf zwei Stunden begrenzt. 1960 gibt es ein neues Punktesystem für die ersten sechs Fahrer: 8 - 6 - 4 - 3 - 2 - 1. Der Zusatzpunkt für die schnellste Rennrunde entfällt. |
|
1961 bis 1965 1961 sind nur noch Saugmotoren erlaubt. Hubraum: mindestens 1300 ccm, maximal 1500 ccm. Das Mindestgewicht des Autos: 450 Kilogramm. Ein Überrollbügel ist erstmals vorgeschrieben. Neues Punktesystem für die ersten sechs Fahrer: 9 - 6 - 4 - 3 - 2 - 1. (Das System ist bis 1990 gültig). |
|
1966 Hubraum: 1500 ccm mit Turbo oder 3000 ccm mit Saugmotor (es tauchen nur Saugmotoren auf). Das Mindestgewicht des Autos wird auf 500 Kilogramm angehoben. |
|
1967 Sicherheitsgurte sind vorgeschrieben. Einführung eines Medical-Centers an der Rennstrecke. Die Angabe der Fahrerblutgruppe auf dem Overall ist vorgeschrieben. |
|
1968 Die ersten Integralhelme ersetzen die veralteten Sturzhelme. |
|
1969 Allradgetriebene Rennwagen werden von McLaren, Cosworth, Lotus und Matra eingesetzt. |
|
1970 Das Mindestgewicht des Autos wird auf 530 Kilogramm angehoben. Eine Feuerlöschanlage an Bord ist vorgeschrieben. |
|
1971 Einführung von profillosen Reifen (Slicks). Lotus setzt einen Rennwagen mit Turbinenantrieb ein. |
|
1972 Das Mindestgewicht des Autos wird auf 550 Kilogramm angehoben. Die Zylinderzahl des Motors wird auf zwölf (V12) begrenzt. |
|
1973 bis 1980 1973 Einsatz des ersten Safety-Cars. Flexible Sicherheitstanks sind Pflicht. Das Mindestgewicht des Autos wird auf 575 Kilogramm angehoben. 1976 erringt ein Tyrrell mit vier Vorderrädern einen Doppelsieg im schwedischen Anderstorp. 1977 erstes Auftauchen eines 1500 ccm-Turbomotors von Renault in Silverstone. Einführung der drahtlosen Datenerfassung und -übertragung (Telemetrie). 1979 erringt Renault in Dijon den ersten Sieg mit einem Turbomotor. |
|
1981 Das Mindestgewicht des Autos wird auf 585 Kilogramm angehoben. Einsatz der ersten Kohlefaser-Monocoques bei McLaren und Lotus. |
|
1982 Das Mindestgewicht des Autos wird auf 580 Kilogramm gesenkt. |
|
1983 Das Mindestgewicht des Autos wird auf 540 Kilogramm gesenkt. |
|
1984 bis 1985 Das Nachtanken während der Rennen ist verboten. Maximaler Tankinhalt 220 Liter. |
|
1986 Verbot von Saugmotoren. Maximaler Tankinhalt 195 Liter. Benetton-BMW setzt den stärksten Rennwagen in der Formel-1-Geschichte mit fast 1400 PS ein. |
|
1987 Beschränkung des Ladedrucks von Turbomotoren auf 4,5 bar. Saugmotoren mit 3500 ccm Hubraum ohne Verbrauchslimit sind wieder zugelassen. Die Rennwagen mit einem Saugmotor müssen aber dafür ein Mindestgewicht von 500 Kilogramm haben. Die Reifenbreite wird vorne auf 305 mm und hinten auf 457 mm begrenzt. |
|
1988 Beschränkung des Ladedrucks von Turbomotoren auf 2,5 bar. Maximaler Tankinhalt 150 Liter. |
|
1989 Verbot von Turbomotoren. Renault setzt erstmals pneumatische Ventilfedern ein. |
|
1991 Neues Punktesystem für die ersten sechs Fahrer: 10 - 6 - 4 - 3 - 2 - 1. (Das System ist bis 2003 gültig). |
|
1992 Verbot des sündhaft teuren Designer-Benzins. Es ist nur noch leicht modifiziertes Tankstellenbenzin mit maximal 102 ROZ (Oktan) erlaubt. |
|
1993 Die Reifenbreite wird vorne auf 290 mm und hinten auf 380 mm begrenzt. |
|
1994 Das Nachtanken während des Rennens wird wieder erlaubt. Verbot von elektronischen Fahrhilfen (Traktionskontrolle, ABS, aktive Radaufhängung). |
|
1995 Beschränkung des Hubraums von 3500 ccm auf 3000 ccm. Die Zylinderzahl des Motors wird von zwölf (V12) auf zehn (V10) begrenzt. Der Tankinhalt ist freigestellt. |
|
1997 Das Mindestgewicht des Autos wird auf 595 Kilogramm angehoben. |
|
1998 Die Breite der Rennwagen wird von 2000 mm auf 1800 mm reduziert. Verbot von profillosen Reifen (Slicks). Einführung von Rillenreifen mit drei Rillen vorne und vier Rillen hinten. Das Mindestgewicht des Autos wird auf 600 Kilogramm angehoben. |
|
1999 Die Rillenzahl der Vorderreifen wird von drei auf vier erhöht. |
|
2001 Elektronische Fahrhilfen werden während der Saison wieder erlaubt. Die Reifenbreite wird vorne auf 270 mm und hinten auf 365 mm begrenzt. |
|
2002 Die Größe der Rückleuchte wird um 50 Prozent vergrößert. Die Rückhalteseile der Räder sind Doppelseile und müssen jetzt sechs Tonnen bei einem Crash verkraften. Die bidirektionale Telemetrie ist erlaubt. |
|
2003 Neues Punktesystem für die ersten acht Fahrer: 10 - 8 - 6 - 5 - 4 - 3 - 2 - 1. (Das System ist bis 2010 gültig). Einführung des HANS-Systems (Head and Neck Support), zu Deutsch: (Kopf-und-Nacken-Stütze). Das System soll Rennfahrer vor starken Verletzungen im Kopf- und Halsbereich schützen. Striktes Verbot der Stallorder. Freitag und Samstag gibt es je einen Qualifikationslauf. Der Funkverkehr zwischen Fahrer und dem Team darf von jedermann mitgehört werden. Der Einsatz des Ersatzautos ist nur noch dann erlaubt, wenn der Rennwagen irreparabel beschädigt ist. Zwischen dem Qualifikationstraining am Samstag und dem Rennen am Sonntag darf nur unter Aufsicht der FIA an den Autos gearbeitet werden. Die Arbeiten sind nur sehr eingeschränkt möglich. Kein Warm-up mehr am Sonntagmorgen. Gestartet wird das Rennen am Sonntag mit den gleichen Reifen und dem restlichen Benzin aus der einen Qualifikationsrunde vom Samstag. |
|
2004 Am Freitag gibt es künftig zweimal eine Stunde freies Training, dafür am Samstag zwei Qualifikationen. Pro Fahrer und GP darf nur noch ein Motor verwendet werden. Bei einem Crash mit notwendigem Wechsel ins Ersatzauto muss der Motor mitgenommen werden. Wird dennoch ein Motorwechsel fällig, wird das Auto in der Startaufstellung um zehn Plätze nach hinten zurückgestuft. Verbot von Start- und Schaltautomatik. Die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Boxengasse wird im Rennen von 80 auf 100 km/h angehoben. Boxendurchfahrtsstrafen für Rempeleien und Kollisionen werden nicht mehr im Rennen verhängt. Entschieden wird erst nach dem Rennen. Mögliche Strafen: Zeitabzug, Disqualifikation oder Rennsperre. |
|
2005 Der Frontflügel muss etwas weiter oben angebracht werden, der Heckflügel wandert weiter nach vorne. Die Gesamthöhe des Diffusors wird reduziert, zudem müssen die Hilfsflügel vor den Hinterrädern in Zukunft anders aussehen. Einige Zusatzflügel sind ganz verboten. Diese Maßnahmen sollen den aerodynamischen Abtrieb um 20 Prozent verringern. Die Reifen müssen ein ganzes Rennwochenende halten, das bedeutet, Qualifying und Rennen werden mit demselben Reifensatz gefahren. Die Motoren müssen ab dieser Saison zwei Rennwochenende lang halten. Das Qualifikationstraining wird in Zukunft in zwei Einzelzeitfahren am Samstag und Sonntag ausgetragen. Die erste Session findet Samstag von 13.00 bis 14.00 Uhr statt, die zweite Sonntag von 10.00 bis 11.00 Uhr. Die Zeiten aus beiden Sessions werden zusammengerechnet und ergeben dann die Startaufstellung. Nach dem zweiten Qualifying sind keine Arbeiten an den Autos mehr erlaubt. Seit dem GP von Europa auf dem Nürburgring gibt es nur noch ein Qualifying am Samstag. |
|
2006 Beschränkung des Hubraums von 3000 ccm auf 2400 ccm. Die Zylinderzahl des Motors wird von zehn (V10) auf acht (V8) begrenzt. Es wird das "Shoot-out-Qualifying" eingeführt. (Dauer 60 Minuten, davon zweimal fünf Minuten Pause). Nach den ersten 15 Minuten werden die sechs langsamsten Fahrer vom weiteren Fahren ausgeschlossen. Nach den zweiten 15 Minuten werden wieder die sechs langsamsten Fahrer vom Fahren ausgeschlossen. Die zuletzt verbleibenden zehn besten Fahrer fahren dann 20 Minuten um die Pole Position. Die Anzahl der Runden ist zunächst beliebig, ebenso die Spritmenge und die Reifenwahl. Erst die letzten zehn müssen sich dann im Qualifying auf die Spritmenge für das Rennen festlegen. Nach einem Jahr ohne Reifenwechsel dürfen bei den Boxenstopps die Reifen wieder gewechselt werden. Ab dem GP von Frankreich fahren die zehn besten Fahrer nur noch 15 Minuten um die Pole Position. |
|
2007 Seit diesem Jahr gibt es mit Bridgestone nur noch einen Reifenhersteller. Die Fahrer müssen in jedem Rennen mit mindestens einem weichen und einem harten Reifensatz fahren. Außerdem wird die Weiterentwicklung der Motoren in der Formel 1 bis zum Jahr 2010 eingefroren. Die Triebwerke dürfen eine Drehzahl von 19 000 Umdrehungen pro Minute nicht mehr überschreiten. Am Freitag können die Teams in zwei anderthalbstündigen Sessions neue Motoren und Reifen verwenden. Auch die Regeln während einer Safety-Car-Phase sind überarbeitet worden und gelten wie folgt: Überrundete, die hinter dem Safety-Car fahren, müssen an diesem vorbei bis ans Ende des Feldes fahren. Auf diese Weise wird hinter dem Safety-Car die tatsächliche Rennreihenfolge wieder hergestellt. Auch die Sicherheitsvorschriften werden ab diesem Jahr weiter verschärft. Dazu zählt unter anderem die Einführung von GPS im Cockpit, das dazu dient, die Piloten auf Gefahrenzonen auf der Strecke aufmerksam zu machen. Ein neuer Unfallschwereanzeiger ASI (Accident Severity Indicator) übermittelt den Rettungsmannschaften wichtige Daten darüber, wie schwer der Unfall war. |
|
2008 Die Traktionskontrolle ist in den Autos verboten. Sie verhinderte ein Durchdrehen der Räder. Die größte Änderung ist aber die Einführung einer Einheitselektronik, der sogenannten "Black Box". Die Motoren dürfen von den Motorenbauern drei Jahre lang nicht mehr weiterentwickelt werden. Ohne Strafe bleibt der erste Motorwechsel in der Saison, ansonsten Strafversetzung um zehn Plätze. Die Getriebe müssen jetzt vier Rennen hintereinander halten, sonst gibt es eine Strafversetzung um fünf Plätze. Der Biosprit hält ab 2008 Einzug in die Formel 1. 5,75 Prozent des Tankinhalts muss Ökobenzin sein. Das Mindestgewicht der Rennwagen wird von 605 auf 550 Kilogramm abgesenkt, um die Verwendung von zusätzlichen Ballastgewichten zu unterbinden. Wegfall der Motorbremse (Bremskontrollsystem EBS). Neu sind auch die Qualifying-Zeiten (60 Minuten): Q1 = Dauer 20 Minuten, danach sind sieben Minuten Pause, Q2 = Dauer 15 Minuten, danach sind acht Minuten Pause, Q3 = Dauer zehn Minuten. Die in Q3 gestarteten Fahrer dürfen danach nicht mehr nachtanken und müssen mit dem verbleibenden Sprit ins Rennen gehen. Der neue Kurs in Valencia ist ein Stadtrennen wie in Monaco. Der Kurs führt ebenfalls am Hafen entlang. In Singapur findet das erste Nachtrennen in der Formel-1-Geschichte statt. 1485 Scheinwerfer sorgen für Licht. |
|
2009 Elf Jahre lang waren die profillosen Reifen (Slicks) verboten. Dieses Jahr werden sie endlich wieder gefahren. Die Aerodynamik der Rennwagen ist weitgehend beschnitten worden. Der Frontflügel wurde um 75 Millimeter abgesenkt und zieht sich nun über die gesamte Fahrzeugbreite von 1800 Millimetern. Der Fahrer kann den Anstellwinkel des Flügelprofils am Frontflügel zweimal pro Runde um maximal sechs Grad verstellen. Die Luftleitbleche, Abluftkamine, Kiemen und sämtliche Zusatzflügel wurden zugunsten der Optik verboten. Der Heckflügel ist 150 Millimeter höher. In der Breite wurde er um 250 Millimeter auf 750 Millimeter verkleinert. Heckflügel und Airbox liegen nun auf gleicher Höhe. Der Diffusor im Heck muss auch höher angebracht sein. Der Hinterreifen wird um 40 mm schmaler. Die Breite beträgt nun 325 mm statt wie früher 365 mm. Das Abtriebsniveau der Rennwagen wird durch diese umfangreichen Änderungen somit drastisch reduziert. Um die Kosten für die Motoren einzudämmen, wird die Drehzahl auf 18 000 Umdrehungen pro Minute reduziert. Jeder Fahrer muss die kompletten Rennwochenenden in dieser Saison mit acht Motoren auskommen. Braucht ein Fahrer mehr Motoren, wird er mit jedem neuen Motor um zehn Startpositionen nach hinten versetzt. Der Rennwagen muss inklusive Fahrer, Öl und Bremsflüssigkeit wieder mindestens 605 Kilogramm wiegen. Ab dieser Saison können die Teams entscheiden, ob sie das neue KERS (Kinetic Energy Recovery System) in ihre Rennwagen einbauen. Bei diesem System wird beim Bremsen die erzeugte Energie an der Hinterachse abgegriffen und in einer Batterie gespeichert. Je nach Bedarf kann der Fahrer dann per Knopfdruck über einen Boost-Button am Lenkrad diese Energie wieder abrufen. Sie treibt für einige Sekunden einen Elektromotor an, der zusätzlich ungefähr 80 PS an das Fahrzeug abgibt. Damit soll das Überholen einfacher gemacht werden. Bei Fehlern im KERS-System können an der Außenhaut allerdings Spannungen bis zu 20 000 Volt entstehen. Darum tragen alle Mechaniker in dieser Saison spezielle Handschuhe um sich vor der Spannung zu schützen. Nach zwei Jahren wird die von allen Beteiligten so umstrittene Safety-Car-Regelung wieder aufgehoben. Sobald das Safety-Car auf der Strecke ist, wird die Elektronik in den Autos in den "Safety-Car-Modus" geschaltet. Den Fahrern wird dann eine verbindliche minimale Rundenzeit angezeigt, die sie unbedingt einhalten müssen. Sie dürfen aber zu jeder Zeit der Safety-Car-Phase an die Box fahren um zu tanken oder um Reifen zu wechseln. Besonders gravierend ist es für die Teams, dass sie während der Saison keine Testfahrten mehr machen dürfen. |
|
2010 Die Teamanzahl erhöht sich von zehn auf zwölf. Das bedeutet, dass 24 statt 20 Fahrer an den Start gehen. Für alle Teams ist eine Budgetobergrenze von maximal 100 Millionen Euro festgelegt worden. Die Anzahl der Mitarbeiter an einem Rennwochenende wird pro Rennstall auf 45 Personen begrenzt. Das erst 2009 neu eingeführte Hybridsystem KERS (Kinetic Energy Recovery System) wird wieder verboten. Eines der wichtigsten Regeln für die Teams ist jedoch das Verbot des Nachtankens während der Rennen. Die Autos erhalten größere Tanks, die Teams haben dadurch weniger Möglichkeiten in ihrer Rennstrategie. Vor allen Dingen soll das ein Anreiz für die Ingenieure sein, besonders Sprit sparende Motoren zu entwickeln. Das Mindestgewicht der Rennwagen wird in dieser Saison von 605 auf 620 Kilogramm angehoben. Verboten sind die immer komplexeren Radkappen an den Vorder- und Hinterrädern der Autos. Der Vorderreifen wird um 25 mm schmaler. Die Breite beträgt nun 245 mm statt wie früher 270 mm. Ungefähr 15 Prozent verliert der Reifen dadurch an Grip. Der Hinterreifen misst weiter 325 mm in der Breite. Wegen des größeren Starterfeldes von 24 Fahrern wird der Qualifying-Modus leicht verändert. In den ersten beiden Sessions scheiden jeweils die sieben langsamsten Fahrer aus, das anschließende Shoot-out der zehn Schnellsten bleibt unverändert. Außerdem wird ein neues Punktesystem eingeführt: Der Sieger bekommt 25 Punkte (früher 10), der Zweite 18 Punkte (früher 8), der Dritte 15 Punkte (früher 6). Ab dem vierten bis zehnten Platz werden die Punkte wie folgt vergeben: 12 - 10 - 8 - 6 - 4 - 2 - 1. Der Reifenhersteller Bridgestone als Alleinausrüster zieht sich zum Saisonende aus der Formel 1 zurück. Neu im Rennkalender ist der Große Preis von Südkorea in Yeongam auf dem Korean International Circuit. |
|
Für die elf WM-Läufe von 1950 bis 1960 in Indianapolis galten andere Bestimmungen. Zeitweise waren auch Alternativen zu Hubkolbenmotoren erlaubt. Lediglich Lotus setzte im Jahre 1971 dreimal Rennwagen mit Turbinenantrieb ein. |
|
Das WM-Punkte-System |
|
Von 1950 bis 1959 Punkte für die ersten fünf Fahrer nach dem System: 8 - 6 - 4 - 3 - 2. Einen Zusatzpunkt gab es für die schnellste Rennrunde. |
|
1960 Punkte für die ersten sechs Fahrer nach dem System: 8 - 6 - 4 - 3 - 2 - 1. Keinen Zusatzpunkt mehr für die schnellste Rennrunde. |
|
Von 1961 bis 1990 Punkte für die ersten sechs Fahrer nach dem System: 9 - 6 - 4 - 3 - 2 - 1. |
|
Seit 1991 Punkte für die ersten sechs Fahrer nach dem System: 10 - 6 - 4 - 3 - 2 - 1. |
|
Seit 2003 Punkte für die ersten acht Fahrer nach dem System: 10 - 8 - 6 - 5 - 4 - 3 - 2 - 1. |
|
Seit 2010 Punkte für die ersten zehn Fahrer nach dem System: 25 - 18 - 15 - 12 - 10 - 8 - 6 - 4 - 2 - 1. |
|
Bis einschließlich 1957 wurden die Punkte geteilt, wenn sich zwei, oder mehr Fahrer am Steuer eines Wagens ablösten. Anschließend gab es nach einem Fahrerwechsel keine Punkte mehr. Seit 1961 sind Ablösungen generell verboten. |
| Startseite | Zurück | Nach oben | Kontakt | Impressum |
| Copyright © 2003 Michael Lack |